Die Geschichte des Avatar
Kapitel I - Das erste Zeitalter der Finsternis
Als Lord British versucht hat, Sosaria, unser altes Vaterland, unter der Fahne der Güte zu vereinen,
hat sich der Zauberer Mondain seinen Geboten widersetzt. Der böse Magier sammelte die Mächte der Dunkelheit
zusammen und trieb sie gemeinsam in einen Krieg gegen die Mächte des Guten. Mit dem Edelstein der
Unsterblichkeit schien die furchtbare Herrschaft des Mondain über das Land unendlich zu sein, bis ein
Reisender aus einer anderen Welt den Edelstein und den damit verbundenen Geist des Mondain zerstört
hatte. Auf diese Weise begann die Geschichte dessen, der im Laufe der Zeit zum Avatar wurde.
Kapitel II - Die Rache der Zauberin
Die vom abgereisten Reisenden errungene Freiheit sollte ebenfalls bald verschwinden. Die Geliebte
und Schülerin des Mondain schwor, den Tod ihres Mentors zu rächen. Von den Feuern der schwarzen Magie
und Rachegelüsten angefacht, versammelte die Zauberin Minax die Kräfte des Bösen im alten Sosaria und
verbreitete sie wie Heuschrecken über das Land. Sie und ihre Gefährten hörten nicht auf, bis sie
Zeit und Raum bis zum Land des Reisenden überbrückt hatten. Der zum Handeln gezwungene Reisende nahm
den Kampf auf und trieb die bösen Horden in ihre Hochburg zurück, bis ins Zauberschloss der Minax, wo
er sie, wie ihren Geliebten, in die Ewigkeit verbannte.
Kapitel III - Exodus
Das Böse bringt das Böse in noch widernatürlicher Form hervor. Exodus, der uneheliche Sohn der bösen
Zauberer, bekämpfte in seiner Verzweiflung uns seinem Herzeleid ganz Sosaria. Er beherrschte sogar noch
tiefere Geheimnisse der schwarzen Künste, riß die Güte aus unserem Volk uns spie sie uns dann ins Gesicht.
Das Land befand sich am Rande der Anarchie und rief nach dem Reisenden, der kam uns das letzte Mitglied
dieser Familie in den Abgrund verbannte.
Kapitel IV - Das Abenteuer des Avatar
So begann das Zeitalter der Tugenden. Lord British vereinte Sosaria unter einem neuen Namen: Britannia.
Im leuchtenden Glanz seines neuen Staates waren die alten Probleme des Landes vergessen. Der Friede setzte
sich durch, und dank dieses Umstands brachte das Land Reichtum hervor. Lord British zog sich vom Volk zurück,
welches sich unter seiner gütigen Herrschaft immer mehr für die weite und unerforschte Landschaft des Geistes
interessierte. Als Lord British aus seiner Abgeschiedenheit wiederkam, erklärte er die acht Tugenden zur
Essenz des Lebens in Britannia. Er suchte nach einem Meister für diese Tugenden. Als sei er vom König gerufen
kehrte der Reisende zurück und begann, Britannia zu erforschen, sich mit seinen Gaben und Gefahren vertraut
zu machen. Mit Hilfe von Prüfungen des Geistes und des Leibes lernte er sich selbst und seine einzigartige
Macht kennen, mit denen er die Tugenden beherrschen konnte. Er kehrte als geläuterter Mann zum König zurück
und wurden zum Avatar der Tugenden ernannt, dem Verteidiger des Volkes und Beschützer des Landes. Britannia
hatte seinen Meister gefunden.
Kapitel V - Die Krieger des Schicksals
Während der König das Land gegen die bösen Kräfte von außen verteidigte, vernachlässigte er das Böse,
das sich innerhalb ausbreitete. Lord British war mißtrauisch gegen die neu entdeckte Unterwelt und leitete
eine Expedition, um die Pforten zu versiegeln, aus denen viele schreckliche Monster nach Britannia aufgestiegen
waren. Vom Edelstein der Unsterblichkeit, dem zerschmetterten Kelch der Seele des Mondain, entsprangen die
Shadowlords, gespenstische Geschöpfe aus einer anderen Welt. Diese Geschöpfe gewannen an Einfluß über Lord
Blackthorn, unter dessen Aufsicht der König Britannia gestellt hatte. Die Shadowlords überwältigten ihn schon
bald. Als der König nicht - wie verabredet - zurückkehrte, ernannte sich Blackthorn selbst zum Regenten über das
Königreich. Lord Blackthorn erklärte eine Inquisition gegen die Staatsfeinde. Jedermann unterstand der Inquisition,
und alles, was Teil der Seele war, mußte in der Inquisition offengelegt werden. Keiner der terrorisierten
Bürger ahnte das Böse, das sich hinter dem Thron verbarg. Bei seiner Rückkehr nach Britannia fand der Avatar das
Land in Flammen vor. Er versammelte acht Gefährten, um seinen König zu befreien. Lord British wurde in
Ketten in der Unterwelt gefunden und Lord Blackthorn wurde in die Ätherische Leere verbannt, da er die
acht Tugenden verraten hatte.
Kapitel VI - Der falsche Prophet
Viele friedvolle Jahre erreichten ihr Ende, als der Avatar, der still in seinem eigenen Land lebte, von
einer Bande kriegerische Gargoyles gefangen und beinahe getötet wurde. Der Avatar, im letzten Moment von seinen
Gefährten befreit, entdeckte das Geheimnis der gargoylischen Unterwelt. Nach der Vollendung des letzten Abenteuers
des Avatars fing die Welt an zu zerfallen und das Volk der Gargoyles überschwemmte Britannia geradezu. Die Kluft
zwischen den Rassen wurde größer und füllte sich mit Blut. Die Welt versank im Krieg und der Avatar und seine
Gefährten suchten nach dem Ursprung des Konflikts. Wo auch immer sie waren trafen sie auf bewaffnete Gargoyles, die
sich ihnen in den Weg stellten. Nach vielen Schlachten erfuhr der Avatar von der schrecklichen Prophezeihung der
Seher der Gargoyles. Ihr Orakel sagte einen falschen Propheten vorraus, der geopfert werden mußte, da er ansonsten
das Volk der Gargoyles zerstören würde. Dieser Prophet war kein anderer als der Avatar. Mit diesem Wissen war es
ihm möglich, den verfeindeten Rassen Frieden zu bringen. Er kehrte in seine Welt zurück und das Zeitalter der
Erleuchtung begann.
Kapitel VII - Das schwarze Tor
Als sich das Volk am Kreis der Weisheit versammelte, lernten sie die böse Sprache, die darin gesprochen
wurde. Die Bürger wurden vom falschen Glanz der Gemeinschaft angezogen und die Tugenden wurden wiederum verdorben.
Der Avatar kehrte nach Britannia zurück, um die Geschehnisse um diese mysteriösen Gilde zu lüften. In ihrem Kern bestand
diese aus Täuschung und Habgier, den ihr Meister war eine widerlich Bestie aus einer anderen Welt, der Guardian, der
danach strebte, das Volk mit Hilfe seiner Günstlinge zu unterwerfen, die er in seine falschen Prophezeihungen
gehüllt hatte. Der Avatar gebot dieser Heimtücke Einhalt und zerstörte das schwarze Tor, das der Guardian benutzte,
um nach Britannia zu gelangen. Der Avatar und seine Gefährten wurden schließlich nach Serpent Isle gelockt, wo sie
einen hohen Preis für den Sieg über das Böse zahlten, denn der Gefährte Dupre opferte sich für Britannia.
Kapitel VIII - Pagan
Der Avatar war aus der bekannten Welt Britannias geschleudert worden und auf einer weit entfernten Welt innerhalb
der Sphäre des Guardian gefangen. Pagan war ein Ort, der sich Zeit und Raum entgegenstellte und konnte nicht zu
tugendhaften Seite, die der Avatar vertrat, gebracht werden. Dem Avatar fehlten die nötigen Kenntnisse von Bewohnern
und Terrain, so dass er auf sich allein gestellt kämpfen mußte. Sein Glaube an die Tugenden wurde aufs äußerste geprüft,
als er die Mächte der Finsternis rief, um die elementaren Titanen zu vernichten. Sie wurden schliesslich besiegt, und
es öffnete sich ein Tor, durch das der Avatar, arg angeschlagen, jedoch stärker als je zuvor in seine friedvolle Welt
zurückkehrte.
Kapitel IX - Der Aufstieg
"Jetzt waren die Farben frisch. Jetzt schreibt der Gobelin der Zeit die Zukunft vor.
Wenn man den Gobelin betrachtet, findet man die Zukunft des Avatar, des Meisters der Tugenden."
Nachdem der Avatar die Welt Pagan verlassen hatte, warf der Guardian Britannia dem Chaos zu Fraß vor. Das Bild auf dem
Gobelin zeigt Britannia in Flammen, wie es der Guardian geplant hat. Überall schiessen aus dem zerfleischten Land riesige
Säulen aus dem Boden und vergiften diesen mit Bösem. Das Volk ist verwirrt in seinem Glauben und Verhalten. Alle Tugenden
werden verdreht und geschändet. Es ist ein düsteres Zeitalter, in das der Avatar zurückkehrt, um den Guardian zu bekämpfen.
Nach diesem Sieg wird der Avatar in eine Ebene jenseits der Sterblichkeit aufsteigen. Über die Zukunft nach dem Aufstieg läßt
uns der Gobelin der Zeit im Dunkeln...
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